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Abzocke und Betrug bei unseriösen Kaffeefahrten
(waj) Kriminelle Kaffeefahrten-Veranstalter werden immer dreister mit aufwendiger Werbung und locken mit viel versprechenden Gewinnen!
Wenn Sie ein Brief mit der Einladungen einer „Niedersächsischen Treuhand“ mit Sitz in Cloppenburg bekommen, dann sollten Sie diesen sofort entsorgen. Es geht um hohe Geldversprechen und wertvolle Sachpreise. Diese werden dann im Rahmen einer Busfahrt (Kaffeefahrt) oder bei einer Tagestour an den Gewinner übergeben, so der Veranstalter. . Der Brief lädt den Empfänger ein, bei einem Treffen einen Scheck für bislang nicht genutzte Gewinne an einem besonderen Tag an einem besonderen Ort abzuholen. Dafür würde der Veranstalter auch einen Bus kostenlos zur Verfügung stellen. Doch leider jedoch entpuppt sich diese günstige Fahrt als ein weiterer übler Trick der Betrüger und ein Aussteigen aus dieser Sache ist nicht mehr möglich.
Egal wie die Briefe aussehen und welchen Absender sie auch tragen mögen. Mittlerweile benutzen diese raffinierten Betrüger moderne Mittel um die Briefe so echt aussehen zu lassen, wie nur möglich. Auch vor geschützten Namen, staatsrechtliche Wappen und Insignien oder vor Titel namenhafter Personen aus der Öffentlichkeit und von Urkunden / Zertifikate schrecken sie nicht zurück. Die Fantasienamen wie z.B. “Reiseunternehmen Grafenstein”, “Senioren Service-Team Lichtblick am See”, “Bildungskreis Holztanneneck”, “BFD Bundesfinanzdienst” aus Canada, “Staatlich anerkannte Gewinn- und Ausschüttungszentrale Bad Homburg - StaGeAu”, sollen das Vertrauen der Senioren wecken. (Liste der unseriösen Unternehmen hier herunter laden!)
Deshalb fallen immer noch Senioren darauf herein und müssen zu spät erkennen, dass nicht die versprochenen Besichtigungen, sondern eine sehr teure Werbeveranstaltung im Vordergrund steht. Die minderwertige Ware wird den Senioren aggressiv aufgedrängt und dies ist nicht das Ende. Im schlimmsten Fall kommt es zu Mahnungen nicht bezahlter Rechnungen für angebliche “Dienstleistungen”, zur Androhung von strafrechtlichen Konsequenzen oder zu unerlaubten Kontoabbuchungen von hohen Beträgen.
Doch wie kommen diese Briefe mit der Post? Die unseriösen Kaffeefahrten - Veranstalter bedienen sich einfacher Methoden: Sie durchforsten die Tageszeitungen nach Annoncen von Jubilare, die ihren 70. oder 80. Geburtstag groß feiern. Sie suchen sich auch Vereine oder Clubs aus, die für Senioren typisch sein könnten, z.B. “Kegelclub der Rüstigen 70ger e.V.” oder “Seniorentreff der Gemeinde usw. Interessant sind Orte mit einer auffälligen hohen Altersstruktur in Siedlungen und Wohngebieten. Auch kaufen sich einige unseriösen Kaffeefahrten - Veranstalter Daten von Adressen, dessen Herkunft keiner kennt. Potenzielle Quellen sind unter anderem die Preisausschreiben in Kaufhäuser, Telefondienstleister wie Call-Center, Adressen von Zeitungs- oder Zeitschriftenabonnenten oder die oft so sorglos veröffentlichten Namenslisten aus dem Internet. Google macht´s möglich.
Tipp: Wenn Sie auffällige und bunte Einladungsbriefe mit einem hohen Gewinnversprechen bekommen, dann sofort entsorgen.
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