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Das Soziale - Infoblatt ©

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Samstag, 18. Februar 2012

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Editorial


Das Anbahnungs- oder das Erstgespräch zwischen einem Sozialarbeiter und seinem Klienten, prägt entscheidend den weiteren Verlauf der Entwicklung in der Zusammenarbeit beider Personen. Beide, der Klient und der Sozialarbeiter, müssen generell eine Basis zum gegenseitigem Vertrauen schaffen und das soll  in einem guten Umfeld stattfinden.

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Doch wie ist dieses möglich, wenn immer mehr das Gespräch unter Zeitdruck geschieht und  der Arbeitsplatz des Sozialarbeiters in einem hellhörigen Grossraumbüro stattfindet?  Viele Berufskolleginnen und -kollegen würden den Kopf schütteln und sich über solche Bedingungen beschweren. Solche Ar- beitsbedingungen sind in Deutschland allerdings in vielen Behörden und Ämtern der graue Alltag. Gerade in den Beratungsstellen der ARGE und der Job - Center in  Hamburg für junge Menschen unter 25 Jahre, finde ich diese Situation vor.

Nach dem die Klienten eine Nummer gezogen oder erhalten haben, werden sie per LCD-Tafel an den / die jeweilige(n) Buchstaben - Sachbearbeiter(in) verwiesen. Diese(r) befindet sich wie alle anderen Kolleginnen und Kollegen in einem großen Raum. Wie Legehennen sitzen diese Personen in ihren Bera- tungsnischen und machen einen unglücklichen Eindruck. Wortkarg bitten sie den Hilfesuchenden vor sich Platz zu nehmen.  Etwa 8 Minuten haben dann die Sachbearbeiter als Zeit zur Verfügung, um die Nöte und die Belange “ihrer” Kundschaft zu erfragen. Die Frage zur Schuldensituation wird im Erstgespräch nicht berücksichtigt.  Den Rest müssen die Betroffenen in seitenlangen Formularen ausfüllen. Dannach wird der “Kunde” zu einem weiteren Gesprächstermin vertröstet.

Haben hier die Klienten und ihre Sachbearbeiterinnen eine Würde? Grund mal darüber nach zu denken.

Ihr W. Albrecht-Jendreyko

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